Dieses Jahr haben wir es endlich geschafft unseren Urlaubstraum umzusetzen.

Wir sind 8 Tage mit der Kutsche durch das schöne Havelland gefahren.

Dabei haben wir nette Leute und sehr schöne Landschaften kennen gelernt.

Der Tourplan:
Brieselang-Tremmen-Ketzür-Fohrde-Nennenhausen-Ferchesar-Liepe-Schwanebeck-Brieselang

Tag 1: Brieselang-Tremmen
Wird haben in aller Ruhe unserer Kutsche beladen. Lukas wurde aufgeschirrt. Larry, unseren kleinen Hund, haben wir auch eingeladen. Dann ging es im Schritt vom Hof.
Wir wurden von den Lehrlingen des Landwirtschaftsbetriebs fröhlich verabschiedet.
Die erste Herausforderung bestand in der Überquerung der A10. Das hat Lukas in aller Ruhe hinbekommen. Danach fuhren wir erst einmal über die Landstraße bis nach Wustermark. Hier ging es dann auf Feldwegen weiter. Wie ließen so langsam die Wohnsiedlungen hinter uns und die weiten Felder kamen uns entgegen. Brigitte und ich mussten uns erst einmal auf die Schrittgeschwindigkeit (5-6 km/h) einstellen.
Wir hatten genug Zeit uns die Felder und Erntearbeiten anzusehen.
Nach ca. 17 km habe wir Trennen erreicht. In Tremmen steuerten wir den
Pferdehof von Petra Bialek an. Lukas war die Sensation für die Kinder, die im Ferienlager auf dem Pferdehof waren. Lukas wurde nach den Ankunft abgeduscht und verpflegt.
Wir haben es uns im Innenhof auf einer Strohmatte gemütlich gemacht.
Übernachtet haben wir in der schönen Ferienwohnung von Petra.
Am Nächsten morgen gab es ein gemeinsames Frühstück mit den Ferienkindern. Nach dem Frühstück haben wir die Kutsche wieder beladen und Lukas eingespannt. Lukas war schon ganz unruhig, denn er wollte wieder die Kutsche ziehen.

Tag 2: Tremmen-Ketzür
Wir haben den Hof von Petra Bialek verlassen und den Weg in Richtung Ketzür genommen. Erst einmal ging es auf einem langgezogenen Plattenweg entlang. Die Felder rechts und links waren schon abgeerntet. Das Stroh lag zu Ballen gepresst auf den Feldern. In den Dörfern wurden wir von den Passanten begrüßt. Lukas zog eifrig die Kutsche. An den Wegesrändern standen gut bewachse Obstbäume und -büsche.
Jimmy musste zwischendurch von der Kutsche um sein Bein zu heben.
Kurz vor Ketzür haben wir die Bockwindmühle am Horizont wahrgenommen. Lukas hatte  am Berg richtig zu ackern. Er er hat es richtig gut geschafft.
In Ketzür hatten wir in Christel’s Pension ein Zimmer reserviert.
Unsere Kutsche konnte wir auf dem Innenhof abstellen. Lukas wurde verpflegt und konnte sich dann an die Ziegen im Ziegengehege gewöhnen. Das war eine richtige Herausforderung. Nach zehn Minuten war im Gehe alles geklärt und Lukas und die Ziegen grasten ruhig.
Nach einem gepflegten Bauernfrühstück sind wir dann an den Badestrand in Ketzür. Das Wetter war super, der Badestrand leer und das Wasser sehr angenehm. Wir haben für einige Stunden die Seele baumeln lassen.
Die Nacht haben wie die Murmeltier geschlafen.
Nach einem zünftigen Frühstück haben wir dann unser Gespann startklar gemacht.     

Tag 3: Ketzür-Fohrde
Die heutige Tour haben wir mit Spannung erwartet, da wir die erste Hälfte der Strecke über Landstraße fahren mussten.
Lukas war obercool. Wir wurden von einigen Mähdreschern und LKWs überholt. Es ist alles gut verlaufen.
Wir waren dennoch froh, als wir endlich die Landstraße verlassen und auf den Waldweg aufbiegen konnten. Die Temperaturen waren zu dem Zeitpunkt auch schon auf gut 28°C gestiegen. Der Wald spendete Schatten. Für Lukas und uns war es erträglich.
Mitten im Wald mussten wir dann ein tiefes Wasserloch auf dem Weg durchqueren. Mit Anlauf ist Lukas durch das Wasserloch gefahren.
Die letzen Kilometer bis Fohrde ging über einen alten Militärübungsplatz. Dort haben wir interessanten Hinweisschilder gefunden.
In Fohrde angekommen, war der Reithof Fohrde unser Anlaufziel. Nach kurzen Nachfragen wurde uns ein Platz für unser Zelt gezeigt. Wir haben dann ausgespannt, Lukas versorgt und das Zelt aufgebaut.
Am Nachmittag haben wir einen kleinen Geheimtip für eine Badestelle an einem Privatteich erhalten. Dieser lagt 10 Gehminuten entfernt.
Die Badestelle war bildschön. Die Seerosen waren wie gemalt. Der Strand lief flach in den See und Jimmy nahm ein ausgiebiges Bad. Auf den Bildern könnt ihr erkennen, das Jimmy danach nicht wieder zuerkennen war. Er sah so schlank aus.
Für das Abendessen und das Frühstück wurde vom Hofbesitzer gesorgt. Beides hat sehr gut geschmeckt.
Die Nacht im Zelt war angenehm, dafür sorgen die dicken Luftmatratzen.

Tag 4: Fohrde-Nennhausen:
Nach einem ausgiebigen Frühstück hatten wir alles schnell wieder fertig für die Weiterfahrt.
Vom Hof aus ging es auf einem idyllischen Feldweg durch ein Luchgebiet. Lukas und wir wurden von den Bremsen überfallen. Nach guten 2 km war der Spuk vorbei. Ab da konnten wir die Fahrt wieder genießen.
Der größte Teil der heutigen Strecke ging durch die Gräningerheide. Der Boden war sandig und wird hatten den Eindruck in Südfrankreich zu sein.
Der Sand erhöhte den Rollwiederstand der Kutsche, so dass Lukas gut ziehen musste. Unser Schweizer stapfte Kilometer um Kilometer bis wir zum Gestüt Neuwaldeck kamen. Dies liegt in Alleinlage mitten im Wald.
Wir wurden von einer Schar Kinder begrüßt, die gerade ihre Reitferien auf dem Gestüt verbrachten. Lukas war mit seiner Stehmähne direkt der Mittelpunkte des Interesses. Nach dem Ausspannen bekam Lukas eine Einzelbox und ein gutes Maß Kraftfutter.
Wir haben den Nachmittag mit Lesen und Faulenzen gut verbracht.
Leider konnte Jimmy nicht so herumlaufen wie er wollte, da der Hofhund nicht gerade auf kleine Rüden gut zu sprechen war.
Kaffee und der hausgemachte Kuchen am Nachmittag waren ein guter Auftakt für das leibliche Wohl an diesem Tag. Abends gab es dann auch noch ein ausgiebiges Grillfest. Es hat vorzüglich geschmeckt.
Nach dem Abendessen haben wir einen ausgiebigen Spaziergang mit Jimmy gemacht. Der hat sich riesig gefreut, da er endlich uneingeschränkt laufen konnte.
Das Licht haben wir an diesem Abend früh gelöscht. Wir waren einfach müde.

Tag 5: Nennhausen-Ferchesar:
Das Frühstück bei Familie Dengs bot reichlich Auswahl und schmeckte gut.
Nachdem der Hofhund wieder sicher im Zwinger war, konnten wir unsere Kutsche startklar machen, ohne auf Jimmy achten zu müssen.
Lukas war ruckzuck auf Hochglanz poliert.
Kurz vor der Abfahrt gab uns Herr Dengs noch einen gute Tip für die Weiterfahrt. Wir haben unsere ursprüngliche Planung über Bord geworfen und haben uns auf die neue Route eingelassen.
Es ging an einen Kanal entlang. Die Landschaft zog im gemütlichen Tempo an uns vorbei. Vereinzelt waren Schwäne und Enten im Kanal zu sehen. Ein kleine Gruppe hatte es sich zum Angeln gemütlich gemacht.
Nach einigen Kilometern haben wir dann den Weg verlassen und sind auf die Landstraße aufgebogen. Die führte uns über die Bahnstrecke Berlin-Hamburg. Lukas musste sich bei 8%-Steigung kräftig in das Geschirr stemmen. Um ihn zu entlasten, ist einer von uns abgestiegen. Auf der anderen Brückenseite ging es dann wieder bergab und diesmal waren die Bremsen der Kutsche gefragt.
Nach einem kurzen Stück auf der Landstraße ging es dann auf einem alten Feldweg entlang. Dieser war von alten Eichen besäumt.
Auf dem Europa-Radweg ging es weiter nach Storchow.
Am Ende des Radweges kam dann die große Überraschung. Der Weg war durch eine Schrank gesperrt. Links und rechts vom Weg gab es einen tiefen Graben und Drehen konnten wir die Kutsche auch nicht mehr.
Glücklicherweise hatten wir einen Dreikantschlüssel damit. Dieser war unsere Rettung. Mit dem Dreikantschlüssel konnten wir die Schranke öffnen und den Radweg verlassen. Die restlichen Kilometer bis Ferchesar brauchten wir dann auch, um uns von der Überraschung zu erholen.
In Ferchesar bot uns Fahrtouristik und Zucht Stefan Nelde eine große Koppel für Lukas an. Wasser und Futter waren reichlich vorhanden. Die Hafflinger auf der Nachbarkoppel schauten neugierig, als Lukas sich ausgiebig auf dem Boden wälste. Lukas fand es richtig gut.
Wir selbst haben etwas abseits vom Hof bei Liane Semlin in einer gemütlichen Ferienwohnung eingecheckt.
Den Nachmittag haben wir am Ferchesarer See verbracht. Dieser lag gerade einmal 5 Minuten von der Ferienwohnung entfernt. Biggi vom Reithof hat uns am See besucht und wir haben die ersten Eindrücke der Kutschtour berichten können.
Zum Abschluss des Tages sind wir alle noch Essen gewesen.
 

Tag 6: Ferchesar-Liepe:
 

Tag 7: Liepe-Schwanebeck:

 

Tag 8: Schwanebeck-Brieselang

 

Wie bedanken uns noch einmal bei allen Leuten, die uns so gastfreundlich aufgenommen haben.

Im kommenden Sommer werden wir unser nächste Kutschtour starten.

Möglicherweise wird es der Gestütsweg von Redefin nach Neustadt Dosse.

 

Bis dann

Lukas              Jimmy              Brigitte             Robert

logo02

 Home